Die Anforderungen der Blockheizkraftwerke (BHKW) hinsichtlich des Gasvordrucks haben von ehemals ca. 20 mbar auf heute bis zu 50 mbar und darüber zugenommen.

Eisenbau Heilbronn legt daher alle neu gebauten Niederdruckgasbehälter für einen Betriebsdruck von 50 hPa aus. Neue Methoden der statischen Berechnung von Niederdruckgasbehältern mit Hilfe der Verformungs- und Spannungsanalyse (Finite-Elemente Berechnung) ermöglichen es, diese Grenze bei neu konstruierten Behältern auf 60 bis 70 hPa zu erhöhen, um moderne BHKWs ohne eine Druckerhöhungsanlage nach dem Niederdruckgasspeicher zu betreiben.

Durch technologische Modifikationen zur Entlastung der Membran von der Gasdruckbelastung wurde durch Eisenbau Heilbronn ein Niederdruckgasbehälter mit einem Betriebsdruck von 150 hPa realisiert. Bis zu seiner Stilllegung war der Gasbehälter wesentlicher Bestandteil in einer Anlage zur Erzeugung von Pyrolysegas aus Abfallstoffen, das im Kalkbrennprozess verwendet wird (Ecoloop).

Der erreichbare Betriebsdruck von Doppelmembrangasbehältern ist durch die Festigkeit der verfügbaren Membranstoffe beschränkt. Aktuell werden daher große Gasbehälter dieser Bauart nur mit einem Betriebsdruck unter 20 hPa angeboten. Eine Gasdruckerhöhungsanlage ist zur Versorgung moderner BHKWs zwingend erforderlich. Deren Stromverbrauch ist nicht nur beim Wirtschaftlichkeitsvergleich von entscheidender Bedeutung, sondern führt zu einer äußerst negativen Ökobilanz dieses Systems. Hochgerechnet mit den Daten des aktuellen Strommixes erzeugt der Betrieb eines Doppelmembrangasbehälters über 30 Jahre eine Emission von 600 to CO2.

Wesentlicher Baustein der Energiewende ist der Verzicht auf vermeidbare Energieverbraucher. Tatsächlich ist dieser Verzicht wertvoller als die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen, da hiermit unmittelbar eine Entlastung der Stromnetzte und der notwendigen Speicherkapazitäten verbunden ist.

 Jahresstromverbrauch co2 doppelmembranspeicher

Bild: Stromverbrauch und CO2 Ausstoß Doppelmembranspeicher über 30 Jahre